La le lu – alle schlafen, nur nicht Du!

Ein Viertel der Österreicher:innen leidet an Schlafstörungen. Vor allem Frauen zwischen 25 und 44 Jahren sind besonders betroffen. Arzneimittel, die beim Einschlafen oder Durchschlafen helfen, zählen zu den am häufigsten nachgefragten Produkten in der Apotheke. Haben Sie ebenfalls Probleme damit ausreichend Schlaf zu finden?
Was heißt „gesunder” Schlaf eigentlich?
 
Eine exakte Definition von „gesundem” Schlaf gibt es nicht. Guter/gesunder Schlaf ist ein sehr individuelles Erlebnis und kann schlecht für alle über einen Kamm geschert werden. Manche Menschen sind nach sechs Stunden Schlaf topfit und leistungsfähig, andere wiederum brauchen neun Stunden um sich wohl zu fühlen. Die amerikanische National Sleep Foundation spricht von sieben bis neun Stunden Schlaf, die ein erwachsener Mensch für seine Gesundheit benötigt. Forscher der Universitäten Cambridge und Fuhan fanden kürzlich heraus, dass sieben Stunden Schlaf am idealsten für die kognitive Leistungsfähigkeit, das allgemeine Wohlbefinden und die psychische Gesundheit von Menschen mittleren und höheren Alters sind.
 
27 Jahre Schlaf
 
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett – bestenfalls schlafend – das bedeutet bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81,1 Jahren (Männer und Frauen gesamt) verschlafen wir davon 27 Jahre. Wenn Sie sich nun fragen, warum wir soviel Zeit fürs „Nichtstun” verschwenden:
 
In der Ruhe liegt die (neue) Kraft!
 
Wer über einen langen Zeitraum nicht gut schläft wird krank. Denn schlechter oder Schlaf zum falschen Zeitpunkt (durch Schichtarbeit zum Beispiel) führt nachweislich zu Übergewicht, Stoffwechsel- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, er begünstigt Entzündungen, Ateriosklerose, Magen-Darm-Erkrankungen, Insulinresistenz, Depres-sionen u.v.m.

Für alle Nachteulen gilt im Übrigen: Auf Vorrat Schlafen oder Nachschlafen zur Regeneration ist leider nicht möglich.
 
Mit unserem Nervensystem durch Tag und Nacht
 
Der Sympathikus hilft uns dabei am Tag all jene Dinge zu bewältigen, die wir uns vornehmen. Er schärft unsere Sinne, erhöht die Atemfrequenz und den Blutdruck und unterstützt uns dabei fokussiert zu arbeiten bzw. Sachen zu erledigen.
 
Beide Systeme funktionieren nur miteinander und sind immer gleichzeitig aktiv, aber je nach Tageszeit übernimmt mal das eine mal das andere die Führung. Wichtig ist, dass beide Systeme im Gleichgewicht sind. So die Theorie.
 
In Balance
 
Bestimmte Pflanzen- und Nährstoffe können uns dabei helfen beide Systeme wieder in Balance zu bringen. Viele Österreicher:innen leiden an einem Mangel an Magnesium, Kalium, Lecithin oder B-Vitaminen – genau jenen Vitaminen und Nährstoffen, die den Parasympathikus dabei unterstützen, einen guten Job zu machen.
Am besten entfaltet sich die entspannende Wirkung der Nährstoffe in einem guten Mix aus basischen Elektrolyten und weiteren Vitaminen, die wir z.B. in unserer Basenmischung kombinieren. Abends eingenommen freut sich der Parasympathikus über den Entspannungsschubs von Außen. 
 
„Hormonie”
 
Neben unserem Nervensystem spielen auch zwei Hormone eine nicht unwesentliche Rolle ob unser Tag- und Nachtrhythmus im Einklang ist: Cortisol und Melatonin. Cortisol – das sogenannte Stresshormon – wird überwiegend tagsüber gebildet, es sorgt dafür, dass wir wach und aktiv sind. In Stresssituationen wird vermehrt Cortisol ausgeschüttet, dadurch wird die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit gesteigert. Das ist in Gefahrensituationen überlebenswichtig (Flucht vor dem Säbelzahntiger/wütender Anruf vom Chef) allerdings über längere Zeitspannen hinweg problematisch wenn der Cortisolspiegel nicht mehr abfällt. Normalerweise produziert die Nebenniere abends Cortisol nur in geringem Ausmaß. Ist vor dem zu Bett gehen noch zu viel Cortisol in den Blutbahnen, ist an Schlaf nicht zu denken. 

Das Schlafhormon Melatonin ist der Gegenspieler von Cortisol. Es wird in der Zirbeldrüse in unserem Gehirn gebildet. Die Drüse ist mit dem Sehnerv des Auges verbunden und weiß daher, wann es hell oder dunkel ist. Sobald es dunkel wird, bildet sie Melatonin aus. Das Melatonin informiert die Zellen darüber in den Nachtmodus zu schalten. 

Mit einem Speicheltest kann man feststellen ob die beiden Hormone im Einklang sind. Sollte das nicht der Fall sein, hilft auch hier ein Blick auf Ihre Nährstoffversorgung: Schauen Sie sich Ihre Magnesium-, Kalzium-, B-Vitamin und Alpha-Liponsäure-Versorgung an. Unsere Baldrian-Melatonin-Kapseln können ebenfalls unterstützend wirken. 

Tipps

  1. Guter Schlaf fängt schon am Tag an
    Viel Bewegung an der frischen Luft hilft um besser ein- und durchzuschlafen. Die richtige Temperatur im Schlafzimmer eine qualitativ hochwertige Matratze und nicht zu schwere Speisen vor dem Schlafengehen sind ebenso empfehlenswert.

  2. Gewöhnen Sie sich an eine Schlafroutine
    Gehen Sie, wenn möglich immer zur selben Zeit ins Bett.
    Versuchen Sie davor 30 bis 60 Minuten lang nicht mehr zu arbeiten, ihren Medienkonsum zu drosseln, ihnen etwas Gutes zu tun, ein Bad zu nehmen, zu duschen oder kurz zu meditieren. Und ändern Sie auch am Wochenende die Zubettgehzeit nicht.

  3. Nach einigen schlechten Nächten
    Vermeiden Sie trotz schlechter Nacht den Mittagsschlaf, damit sie am Abend müde sind.

  4. Versuchen Sie Koffein (am besten ab Mittag) und Alkohol zu meiden.

  5. Wenn Sie an Einschlafproblemen wegen kreisender Gedanken leiden,
    stehen sie nach 20 Minuten auf, verlassen Sie das Schlafzimmer und machen Sie so lange etwas anderes bis Sie das Gefühl haben, jetzt kann ich innerhalb von 20 Minuten wieder einschlafen (Sie sollten ihr Bett nicht mit „Wachliegen” assoziieren). 

  6. Wenn Sie ein Problem haben, versuchen Sie sich schon am Tag darüber Gedanken zu machen. Nehmen Sie sich die Zeit, außerhalb ihres Bettes, bewusst eine halbe Stunde/Stunde darüber nachzudenken und an einer Lösung zu arbeiten. 

    Und das Wichtigste zum Schluss:

    Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Ihre Schlafgewohnheiten, das könnte Ihnen ebenfalls den Schlaf rauben.